LGBTI-Refugee-Conference

Erstmals findet in Brandenburg/Havel vom 15. bis 17. April eine
Konferenz für und mit LGBTI-Geflüchteten und Unterstützer_innen aus ganz
Deutschland statt. Unterstützen Sie mit Ihrer Organisation oder als
Einzelperson das Vorhaben!

Kurzbeschreibung des Projekts:
In vielen Nationalstaaten haben LGBTIs mit gesellschaftlicher
Ausgrenzung und staatlicher Repression zu kämpfen. Mag es in einigen
Großstädten noch Rückzugsräume geben, in denen Menschen sich frei
entfalten können, so ist diese Anonymität in ländlichen Regionen nicht
gegeben, sodass das alltägliche Leben extrem erschwert wird. Das
Ausleben von Persönlichkeit und sexueller Orientierung abseits von
heteronormativen Identitäts- und Beziehungsvorstellungen ist nahezu
unmöglich. Es drohen staatliche Verfolgung, Ausgrenzung, Übergriffe und
teilweise auch der Tod, wenn sich eine Person öffentlich zu ihrer
Sexualität und Identität bekennt.

Seit 2011 verschlechtert sich beispielsweise die Situation für russische
LGBTIs rapide. Die ohnehin prekäre Lage wird durch Gesetze gegen
„Homosexuelle Propaganda“, unter dem Vorwand Minderjährige vor
Pädophilen zu schützen, verstärkt. Die schwierige und mitunter (lebens-)
gefährliche Situation in Russland ist jedoch nur ein Beispiel von vielen
– in großen Teilen der Welt ist die Repression und (körperliche) Gefahr
für LGBTIs ähnlich oder größer, besonders sei hiebei auf afrikanische
und arabische Ländern hingewiesen, in denen zum Teil die Todesstrafe auf
Homosexualität verhängt wird.

Die logische Konsequenz aus diesen Entwicklungen und Situationen ist,
dass viele LGBTIs gezwungen sind ihr Herkunftsland zu verlassen. Gerade
aus der Russischen Föderation kommen momentan viele Betroffene, auch
nach Brandenburg an der Havel. Im Zuge dessen entstand in unserer Stadt
eine kleine russische LGBTI-Community. Bereits die erste Person war von
Angriffen in der Geflüchtetenunterkunft und der Ignoranz und Untätigkeit
der Unterkunftsleitung in Bezug auf ihre besondere Lage betroffen.
Übergriffe auf LGBTIs in den Unterkünften sind eher die Regal statt die
Ausnahme. Einige Betroffene verlassen ihre Zimmer nur im Notfall und
dies unter größter Angst. Das erhoffte Leben in Freiheit und ohne
Diskriminierung rückt in weite Ferne. Besonders schlimm ist es für
Geflüchtete in kleinen Gemeinden, in denen es keine Treffpunkte für
LGBTIs oder anonyme Rückzugsräume gibt.

Durch zahlreiche Gespräche und Diskussionen mit LGBTIs vor Ort
entwickelte sich die Idee eines großen Treffens für geflüchtete LGBTIs
und ihrer Unterstützer_innen. Das Orga-Team zu der Konferenz besteht aus
LGBTI-Geflüchten und lokalen Unterstützer_innen. Gemeinsam wollen wir
an dem Wochenende vom 15. bis 17. April LBGTI-Geflüchtete und
Unterstützer_innen aus ganz Deutschland zusammenbringen, uns gemeinesam
bilden und vernetzern. Die LGBTI-Conference verfolgt folgende Ziele:

1. (Weiter-) Bildung für Geflüchtete und Unterstützer_innen
2. Kennenlernen, Netzwerken und Spaß haben
3. Öffentliche Aufmerksamkeit für die Lage von LGBTI-Geflüchteten schaffen

An dem Wochenende werden wir mit vielfältigen Aktionen versuchen die
Ziele umzusetzen. In kürze wird das Programm zur Konferenz
veröffentlicht unter: http://lgbti-conference.org/konferenz/ablauf/
Wenn Sie das Projekt mit ihrer Organisationen oder als Einzelperson
unterstützen wollen, schreiben Sie uns eine Email an
lgbti-conference[at]riseup.net

Wir wollen außerdem Projekten und Intitativen die sich mit dieser
Thematik beschäftigen ebenfalls die Möglichkeit geben sich vorzustellen
bzw. mit den Teilnehmenden der Konferenz in Kontakt zu treten. Für
Samstag wird es daher die Gelegenheit geben mit Informationsständen mit
den Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen. Falls Sie und ihre
Organisation mit einem Infostand an der Konferenz teilnehmen wollen,
melden sie sich ebenfalls unter der oben genannten Emailadresse an.

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