14.-15.06.2019 – „Refugee Gambarab“ – ein transkulturelles Wochenende von Gambia bis „Arabien“

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Unter dem Titel „Refugee Gambarab“ organisieren der dindingo-Gambia e.V., Slow Budget Productions und der Kulturquartier Erfurt e.V. in Kooperation mit der Seebrücke Erfurt und Decolonize Erfurt ein vielseitiges und spannendes Programm.
Gleichzeitig begeht der Erfurter Verein dindingo-Gambia e.V. mit diesem vollgepackten Wochenende seine Volljährigkeit und das soll gefeiert werden!

Am Freitag und Samstag erwartet die Gäste:

  • eine Fotoausstellung über Gambia
  • Infostände verschiedener Vereine und Initiativen
  • ein Konzert der syrisch-deutschen Hamburger Band „Shkoon“ mit Oriental Slow House-Klängen
  • eine Party mit globalen Sounds durch DJane Pachamama & friends
  • der sechste dekoloniale Stadtrundgang durch Erfurt
  • ein Workshop zu Fluchtursachen in Gambia
  • gambisches Essen
  • eine Filmdokumentation zur Perspektive auf das Thema irreguläre Migration in Gambia sowie anschließender Gesprächsrunde mit dem Filmemacher
  • noch mehr Musik beim DJ*ane-Karussel
  • und natürlich viel Austausch, Amüsement, neue Kontakte und vielleicht die ein oder andere Erkenntnis!

Der sechste dekoloniale Stadtrundgang findet am 15. Juni statt und wird sich Themen wie zum Beispiel Konsum und (Neo-) Kolonialismus und Deutsche Entwicklungspolitik widmen. Treffpunkt zum Stadtrundgang ist 12 Uhr vor dem Anger 1 (am neuen Angerbrunnen).

Das gesamte Programm ist kostenfrei, Spenden sind willkommen.


 

16.05.2019 Seebrücke Proteststaffel in Erfurt

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Die europäische Politik nimmt tausendfach Sterben in Kauf, macht Flucht zu einem Verbrechen und verleumdet Seenotretter*innen als kriminelle Handlanger der Schlepper.
Die Seebrücke will mit der Aktion „Proteststaffel“ auf die dramatische Situation im Mittelmeer aufmerksam machen und gegen die tödliche Abschottungspolitik der EU protestieren.
Im Mittelpunkt steht das Fluchtboot aus dem Mittelmeer. Zur Mahnung und um zu zeigen, wie viel Leid, Elend und Not die Menschen erlitten haben müssen, als sie ihr Leben und das Leben ihrer Kinder der Stabilität des Schlauchbootes anvertrauen mussten. Das Schlauchboot wurde für einen Fluchtversuch von Libyen nach Europa eingesetzt. Verzweifelte Menschen vertrauten diesem Stück Gummi ihr Leben an und versuchten dem Schrecken der Lager in Libyen über das offene Meer zu entkommen. Zusammen mit dem Fluchtboot wird ein Transparent ausgerollt. Alle Bürger*innen unserer Stadt sind aufgerufen mit ihrer Unterschrift auf dem Transparent ein Zeichen gegen die unmenschliche Abschottungspolitik der EU und deren tödlichen Folgen zu setzen. Das signierte Transparent wird zusammen mit dem Fluchtboot auf einer vorgeplanten Route für Humanität und Solidarität von Tag zu Tag in verschiedene Städte transportiert. Am 16.05. werden Schlauchboot und Transparent in Erfurt vor dem Anger 1 sein und es wird einen Informationstag zum Thema Flucht geben.

Wann: Donnerstag, 16.05. 2019, 13-20 Uhr 
Wo: Anger 1, Erfurt
Weitere Informationen: https://www.facebook.com/events/2125252554209436/

 

 

 

11.05.2019 9. Treffen der Thüringer Initiativen in der Flüchtlingsarbeit

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Am 11. Mai 2019 findet das 9. Treffen der Thüringer Initiativen in der Flüchtlingsarbeit in Erfurt satt. In verschiedenen Themenräumen kann sich über aktuelle Themen und Herausforderungen ausgetauscht werden. Es wird genug Raum und Zeit geben, um Nützliches für das Engagement vor Ort mitzunehmen und die Vernetzung voranzutreiben.

Inhalte sind unter anderem:

  • europäische Flüchtlingspolitik
  • Ein Leitfaden für gerechte Arbeitsbedingungen für Geflüchtete
  • Eine Gefahr für die Demokratie? Rechtspopulistische Parteien zur Landtagswahl in Thüringen
  • Selbstorganisation in der Sammelunterkunft
  • Fallberatungsrunde zu aktuellen asylrechtlichen Themen

wann:  Samstag, 11.05.2019, 10 – 16:30 Uhr
wo:      Filler, Schillerstr. 44, hinter dem ver.di-Gebäude, 99096 Erfurt
Weiter Informationen: https://www.fluechtlingsrat-thr.de/aktuelles/termine/9-treffen-der-thueringer-initiativen-der-fluechtlingsarbeit

 

01.05.2019 Demo „Alles muss man selber machen“

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Auf der Demo »Alles muss man selber machen — Feministisch, Solidarisch, Klimagerecht gegen den Wahlkampfauftakt der AfD!« am 1. Mai 2019 in Erfurt wird es einen Solidarity-Block geben. Dieser positioniert sich gegen die nationalistische und rassistische Politik der AfD und solidarisiert sich mit den Menschen, die zum Ziel dieser rechten Hetze werden.

Organisiert wird der Solidarity-Block von Migranten Omid Verein – MOVE e.V., der Seebrücke Erfurt und dem Sprachcafé.

Unsere Solidarität wollen wir mit Schildern, Transpis, aber auch farblich zeigen: Die Block-Farbe ist Orange. Im Zuge der SEEBRÜCKE-Bewegung wurde Orange zur Farbe der Solidarität mit Menschen auf der Flucht, zum Symbol für sichere und legale Fluchtwege nach Europa, für universelle Menschenrechte und gegen das Sterben an allen Mauern und in allen Meeren! Das greifen wir auf und protestieren am 1. Mai gegen die menschenverachtende Ideologie der AfD, gegen die völkische und rassistische Hetze von Höcke und Co., die ausgrenzt, unterdrückt und tötet.

Wann: 1. Mai 2019 | 9 Uhr
Wo:      Regierungsstraße 73, Erfurt
Weitere Informationen: https://www.facebook.com/events/853068331758247/

 

„Ein alternativer Reisebericht“ – Obdachlosigkeit geflüchteter Menschen in Italien

Radio_Reisebericht_grosz Am 24. April war bei Radio F.R.E.I. ein „alternativer Reisebericht“ zur Obdachlosigkeit geflüchteter Menschen in Italien im Programm. Die Obdachlosigkeit vieler geflüchteter Menschen in Italien ist allseits präsent, aber es wird kaum darüber gesprochen. Die Gründe für die Obdachlosigkeit sind vielfältig, dabei ist auch Europa verantwortlich. Inka Rehbehn war im Rahmen des Studiums „Internationale Soziale Arbeit“ von September 2017 bis April 2018 vor Ort und konnte durch ihre Arbeit bei der italienischen Hilfsorganisation MEDU verschiedene Orte in Rom besuchen, an denen Geflüchtete in Siedlungen auf der Straße leben. In ihrem alternativen Reisebericht erzählt sie von der Situation, ihren Eindrücken und einer ganz anderen Seite Italiens.

Der Reisebericht aus der Mediathek von Radio F.R.E.I. kann hier noch einmal angehört werden.

17.04.2019 Lesung und Gespräch mit Claus Kristen und Silvia Saß

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Ein Leben in Manneszucht. Von Kolonien und Novemberrevolution – „Städtebezwinger“ Georg Maercker

Im November 1918 hat die Monarchie im Deutschen Reich abgewirtschaftet. Es folgen die Errichtung einer parlamentarischen Demokratie und weitere Reformen wie das Frauenwahlrecht und der Acht-Stunden-Tag. Dennoch bleiben zwei zentrale Forderungen nach einer grundlegenden Veränderung der Gesellschaftsstruktur unerfüllt: Sozialisierung und Entmilitarisierung.

Im Laufe des Jahres 1919 kommt es daher zu einer „zweiten Revolution“, getragen von Arbeiter- und Soldatenräten. Zu deren Niederschlagung entsendet die Reichsregierung mangels funktionierender Heeresstrukturen Freikorpsverbände. Eines davon ist das „Freiwillige Landesjägerkorps“ des Generalmajors Georg Maercker. Im Februar 1919 wird es auch zum militärischen Schutz der sich konstituierenden Nationalversammlung in Weimar eingesetzt, bevor ein Feldzug kreuz und quer durch Mitteldeutschland beginnt. Maercker hatte seine militärischen Erfahrungen bereits beim Völkermord an den Herero und Nama gesammelt, er war an der Niederschlagung der Aufstände in der damaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika beteiligt.

Am Beispiel des „Städtebezwingers“ Georg Maercker befassen sich Claus Kristen und Silvia Saß mit preußischer Militärtradition, deutscher Kolonialherrschaft, Freikorpsbewegung sowie dem aktuellen Diskurs über das Verhältnis von Kolonialismus und Nationalsozialismus.

Wann: 17.04.2019, 19 Uhr
Wo: Radio F.R.E.I., Gotthardstraße 21
Weitere Informationen:  https://www.facebook.com/events/308021649863643

Die Veranstaltung wird organisiert von:
Decolonize Erfurt
Projektgruppe „Erfurt im Nationalsozialismus“ beim DGB-Bildungswerk Thüringen e.V.
In Kooperation mit dem Eine Welt Netzwerk Thüringen e.V.

 

10.04.2019 Workshop mit Serge Palaise „Schwarz ist der Ozean – Was haben volle Flüchtlingsboote vor Europas Küsten mit der Geschichte von Sklavenhandel und Kolonialismus zu tun?“

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Aktuelle globale Phänomene mit Nord-Süd-Bezug lassen sich kaum ohne einen Blick auf die Geschichte erklären. Wie entstand das transatlantische System, das durch Wirtschaft, Politik und Werte verbunden ist? Wie entstand der „moderne“ Rassismus? Wo hat unsere aktuelle globale Arbeitsteilung, also Rohstoffproduktion im Süden, industrielle Verarbeitung im Norden, ihren Ursprung? Wer profitiert von ihr und wer nicht? Was haben zwangsrekrutierte Kolonialsoldaten in beiden Weltkriegen mit der Etablierung der Demokratie in Deutschland zu tun?

Diese und andere Fragen versucht der Workshop „Schwarz ist der Ozean – Was haben volle Flüchtlingsboote vor Europas Küsten mit der Geschichte von Sklavenhandel und Kolonialismus zu tun?“ mithilfe der gleichnamigen Ausstellung zu beantworten. Der Workshop mit Serge Palaise will einseitige historische Schuldzuweisungen vermeiden, historische Verantwortung aber klar benennen. Wir müssen die Kolonialgeschichte und die Geschichte des transatlantischen Sklavenhandels kennen, um der ungleichen Verteilung von Möglichkeiten in unserer eigenen Gesellschaft und weltweit zukünftig entgegenzutreten.

Wann: 10.04.2019, 18-20 Uhr
Wo: Haus Dacheröden, Anger 37
Weitere Informationen:   https://www.facebook.com/events/2287535017956871

Eine Veranstaltung von DOMiD e.V. in Kooperation mit Decolonize Erfurt und dem AWO Regionalverband Mitte-West-Thüringen e.V.