10.12.2017 „Gesichter des Mittelmeeres“

Auch in der heutigen Zeit sind diese jedem Menschen zustehenden Rechte keine Selbstverständlichkeit. Die Missachtung der Menschenrechte spielt nicht nur außerhalb Deutschlands oder Europa eine Rolle. Die europäische Flüchtlingspolitik und zunehmende rassistische Tendenzen geben Anlass zur Sorge.
Die Gesichter von über 38.000 Menschen stehen für die traurige Realität der EU Migrationspolitik. So viele Menschen sind seit dem Jahr 2000 gestorben, als sie die europäische Seegrenze überqueren wollten. Doch wir können uns gemeinsam an diese Menschen erinnern, die auf der Suche nach einem besseren Leben waren, nach Sicherheit, Würde und Gerechtigkeit.

Das Kunstprojekt Mediterranean Faces sammelt ein Bild für jeden Menschen, der auf der Mittelmeerroute sterben musste. Das Projekt will das schiere Ausmaß der Tragödie verdeutlichen, die sich auf dem Mittelmeer abspielt, und Bewusstsein und Aufmerksamkeit dafür schaffen.

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Zum Tag der Menschenrechte am 10.12. ruft das Sprachcafé Erfurt dazu auf, einen Beitrag zum Kunstprojekte zu leisten. Gemeinsam mit dem Atelier ZORK werden Bilder gestaltet, als Hommage an jeden einzelnen Menschen, der auf der Flucht über das Mittelmeer ums Leben kam.

Wann: Sonntag, 10.12. 2017 | 10-15 Uhr
Wo:      F.R.E.I.-fläche, Radio F.R.E.I., Gotthardtstraße 21, Erfurt

Weitere Informationen:  Gesichter des Mittelmeeres 2.0

Gefördert durch: CoRa Logo mit Träger_kompakt

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No Direction Home – Vortrag und Podiumsdiskussion mit griechischen Aktivist*innen

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Auf den „Sommer der Migration“ 2015 folgten schnell staatliche Repression, rassistische Hetze und die schrittweise Schließung der Balkanroute. Eine Serie von Verschärfungen des Asylrechts und der EU-Türkei-Deal folgten. Zigtausenden wurde der Weg zu ihrem Ziel abgeschnitten und endete (vorläufig) in Zeltlagern, Abschiebezentren, in der Illegalität, in selbstorganisierten Strukturen, in den Warteschleifen auf Asyl, Familienzusammenführung und Relocation.

Im Rahmen der Präsentation des Fotobuch NO DIRECTION HOME mit Arbeiten von 30 griechischen Fotografen werden der Fotojournalist Marios Lolos und der Aktivist Alexandros Aristopoulos über die aktuelle Situation in Griechenland berichten. Gleichzeitig soll der Blick auch auf Deutschland gerichtet werden. Lokale Aktivisten*innen informieren über die Situation hier und die Arbeit ihrer jeweiligen Organisation.

Wann: Donnerstag, 30.11. 2017, 19:00 – 21:00 Uhr
Wo:      Theaterraum der FH Erfurt (Haus 3), Fachhochschule Erfurt, Altonaer Strasse 25

Weitere Informationen:  https://www.facebook.com/events/113365332769746/

 

Sprachcafé Party N°3 – „Lieber geh’n wir tanzen als Europa zu verschanzen“

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Das Sprachcafé Erfurt lädt zum dritten Mal zum Tanz. Unter dem Motto „Lieber geh’n wir tanzen als Europa zu verschanzen“ soll Vielfalt gefeiert und ein Zeichen für Freiheit und Menschenwürde und gegen die rückgratlose und menschenverachtende Politik der EU-Staaten gesetzt werden.
Der gesamte Eintritt wird als Spende an Sea-Eye e.V. gehen – ein Verein, der sich mit Hilfe äußerst couragierter Ehrenamtlicher in der Seenotrettung auf dem Mittelmeer engagiert.

Wann: Freitag, 24.11. 2017, 22:00 – 5:00 Uhr
Wo:      Kicker Keller Erfurt, Johannesstrasse 156

Weitere Informationen:  https://www.facebook.com/events/1983393788542764/

 

6. Treffen der Thüringer Initiativen in der Flüchtlingsarbeit

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Am 28. Oktober ist es wieder soweit. Das Projekt [CoRa] lädt zum 6. Treffen der Thüringer Initiativen in der Flüchtlingsarbeit ein. Es gibt wieder viele interessante Workshops. Zur Einführung wird Karl Kopp von Pro Asyl einen Vortrag zum Thema „Die Situation an den europäische Außengrenzen“ halten.

Weitere Informationen: http://www.fluechtlingsrat-thr.de/aktuelles/termine/6-treffen-der-thüringer-initiativen-der-flüchtlingsarbeit

 

7.9. „SOS vor den Toren Europas“ – Film & Podiumsdiskussion zur Seenotrettung auf dem Mittelmeer

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Eine der tödlichsten Fluchtrouten führt von Libyen über das zentrale Mittelmeer nach Europa. Täglich ertrinken dort Menschen auf der Flucht. Doch Europa versagt bei der Aufgabe der Seenotrettung. NGOs wie Sea-Eye versuchen, die Lücke zu füllen und Leben zu retten.

In Kooperation mit dem Verein „Hamburger* mit Herz e.V.“ und dem Team von „Sea-Eye“ veranstaltet das Sprachcafé Erfurt einen Abend rund um das Thema Seenotrettung auf dem Mittelmeer.
Als Einstieg wird der 36-minütige Kurzfilm „Minden Replying“ dienen, welcher die aufreibende Arbeit der Crew-Mitglieder des Rettungsschiffes „Minden“ und die tagtäglichen Grenzerfahrungen in der Rettung von Menschen auf hoher See dokumentiert. Die „Minden“ war noch bis Mitte August 2017 unter der Schirmherrschaft der privaten Regensburger Hilfsorganisation Sea-Eye e.V. auf Rettungsmission im Mittelmeer unterwegs. Sie wurde aber mittlerweile wegen der zunehmenden Bedrohungslage für die ehrenamtlichen Retter*innen durch die Libysche Küstenwache und fehlendem Schutz und Unterstützung seitens der EU Staaten aufgrund der restriktiven europäischen Grenzpolitik vorerst abgezogen.

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